Drummer / Producer / Visual Artist

review Zürich, Schlosserei Nenniger,

24.11.20

Neue Zürcher Zeitung

 

 

"Roher und rauer waren die Elemente am selben Abend beim Trio um Jim Black geblieben, dem amerikanischen Schlagzeuger, der zwei junge Nachbarn aus seiner gegenwärtigen Heimat Berlin mitgebracht hatte. Zwei Schlagzeuger und ein Gitarrist waren hier allesamt mit Laptops und Elektronik bewehrt. Eine Hand am Gerät und ein Stick auf den Fellen, spielten sie einander die Bälle zu, wobei sich die Beiträge insbesondere rhythmisch in produktiver Weise ineinander verflochten."

 

Mensch und Maschine

"Mit Lust zum Risiko und ohne Angst vor Kollisionen oder unvermittelten Pausen hielten sie ihre Klangskulpturen in der Schwebe und erlaubten sich erst gegen den Schluss des Sets, mit einem tiefen Bass-Ostinato eine leicht erkennbare Repetition ins Geschehen zu bringen. Das Gastgeschenk, das sie zusammen mit dem Quartett Heinz Herbert dem Schlosserei-Publikum machten, war eine frische Auslotung der Nachbarschaftsverhältnisse von Geräusch und Ton, von akustischem Instrument und Computer und von Mensch und Technik."

Subscribe for updates

Text von Wolf Kampmann, JazzThing 2018 Feb:


"Mit absolut unerhörten Ideen experimentiert derzeit Drummer Ludwig Wandinger. 
(...)er arbeitet gerade ein Projekt aus, das die besten Momente von freier Jazzimprovisation und elektronischem Programming auf dem höchsten Level der Gegensätzlichkeit vereint.
In den Collagen von Wandinger, der aus seiner Affinität für das Brainfeeder-Label keinen Hehl macht, kollidieren Welten, die gegensätzlicher kaum sein könnten. 
Sein Klangextremismus entzieht sich jeglicher Vergleichbarkeit mit bereits Existentem und ist in seiner Kühnheit tatsächlich in eine Reihe mit dem Niederländer Jameszoo oder Tausendsassa Flying Lotus zu stellen.
In Zeiten aufeinanderprallender Extreme politischer, ökonomischer, religiöser, sozialer und nicht zuletzt militärischer Natur liefert uns Wandinger endlich den ebenso bedingungslos- wie rücksichtslosen Clash-Soundtrack, auf den wir im Jazz so lange haben warten müssen.“

Downbeat Magazine By Peter Margasak  

Oct. 11, 2021

"But the most convincing set this writer experienced was the second-ever performance by a young trio featuring Estonian pianist Kirke Karja, French bassist Etienne Renard and German drummer Ludwig Wandinger, which refracted swing impulses through jagged stop-start rhythms, suggesting a hybrid of the Bad Plus and Punkt.Vrt.Plastik, while tapping some 20th century modern classical influences."